Profil

Geschichte

Entstehung und Aufbau

Gebäude und Ausstattung

Profilbildung und Innovation

Individualisierung und Wettbewerbe

Schulgemeinschaft und Anerkennungskultur

Ergebnisse und Erfolge

Würdigung und Dank

von Rolf Völzke, Schulleiter von 1997 bis 2016, aus Anlass des 20-jährigen Schuljubiläums im September 2014, in geringem Umfang fortgeschrieben im März 2016

 

Entstehung und Aufbau

Ursächlich für die Gründung dieser Schule war eigentlich der Fall der Berliner Mauer. Denn mit dem daraus folgenden Abzug der Alliierten war auch die Räumung der Cité Foch absehbar und damit stellte sich die Frage nach der weiteren Nutzung der dort befindlichen Schulgebäude. Nach intensiven konzeptionellen Beratungen und Abstimmungen zwischen dem Bezirk, der zuständigen Senatsverwaltung und der französischen Botschaft wurde 1994 schließlich ein Gymnasium nach dem Berliner Schulrecht eingerichtet, das zunächst formal noch als Filiale der Gabriele-von-Bülow-Oberschule geführt wurde, bevor am 11. September 1995 die Namensgebung erfolgte. Als Besonderheit wurde der Zug für Schüler mit Französisch als erster Fremdsprache hier fortgeführt, zusätzlich ein bilingualer deutsch-französischer Zug eingerichtet und eine enge Kooperation mit der benachbarten Cité Scolaire Française de Reinickendorf, dem späteren Collège Voltaire, vereinbart.

In den Räumen der in den Sechzigerjahren gebauten École Victor Hugo wurde dann am 25. August 1994 der erste Schülerjahrgang von Lutz Zimmermann, dem ersten Schulleiter bis 1997, in fünf parallelen 7. Klassen eingeschult. Mit jedem der folgenden Schuljahre wuchs die Schule dann um einen weiteren Jahrgang, bis im Schuljahr 2000/01 der erste Jahrgang in der Abiturstufe, damals Klasse 13, angekommen war. 1007 Schülerinnen und Schüler gehörten damals zur Schule, später, im Schuljahr 2010/11, waren es sogar fast 1300, aktuell (2015/16) sind es knapp 1200.

Mit der Anzahl der Schülerinnen und Schüler wuchs natürlich auch das Lehrerkollegium. Es war eine wesentliche und keine leichte Aufgabe des Schulleiters, in jedem Schuljahr den wachsenden Bedarf an Unterricht durch zusätzliche Lehrkräfte aus anderen Schulen, Bezirken, Bundesländern und Schulformen fachgerecht abzudecken und die Neuen in das vorhandene Kollegium zu integrieren.

Die besondere Herausforderung in diesen Jahren des Aufbaus bestand darin, vieles zum ersten Mal zu planen und zu organisieren: Unterricht in einer neuen Jahrgangsstufe mit der dafür notwendigen sächlichen Ausstattung, Wahlpflichtunterricht, Einführungsphase, Grund- und Leistungskurse und schließlich auch das Abitur. Parallel dazu galt es, den profilbildenden bilingualen Zug zu entwickeln und die Doppelqualifikation Abi-Bac vorzubereiten. All dies gelang dank der gründlichen Planung der Schulleitung sowie der breit gestreuten Erfahrung und der enormen Einsatzbereitschaft des Kollegiums reibungslos und pannenfrei.

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Gebäude und Ausstattung

Das für eine französische Grundschule konzipierte Gebäudeensemble war von Anfang an für ein fünfzügiges Gymnasium nicht ausreichend. So musste es bereits zur Gründung durch einen dreistöckigen Pavillon für die Naturwissenschaften erweitert werden. Zum Schuljahr 1999/2000 kam der zweistöckige Oberstufenpavillon für die erste Einführungsphase am Romain-Rolland-Gymnasium (damals noch „Oberschule“) dazu. Ein Jahr später wurde die neue Bezirkssporthalle, ein Planungsrelikt aus der gescheiterten Olympiabewerbung, in Betrieb genommen; gleichzeitig mussten erstmals Räumlichkeiten in der benachbarten Filiale der Münchhausen-Grundschule genutzt werden. Zum Schuljahr 2001/02 wurde dann der Filialbetrieb in der Hermsdorfer Straße aufgenommen.

Aber auch in den bestehenden Räumlichkeiten mussten Umbauten vorgenommen werden. Das Restaurant Scolaire wurde zur Cafeteria zurückgebaut, so dass eine Aula, ein Konferenzsaal und ein Fachraum für Kunst dort geschaffen werden konnten; aus dem Judoraum wurde ein Theaterkeller. Außerdem wurden zwei Fachräume für Informatik eingerichtet. Daneben wurden im Laufe der Jahre zahlreiche Sanierungen vorgenommen, unter anderem an der alten Sporthalle, den Dächern, den Fußböden, den Fenstern, der Heizungsanlage und den Toiletten. Zuletzt wurde der Innenbereich des Sportplatzes saniert, gefolgt von der Laufbahn und dem Außenbereich.

Das Mobiliar für die Unterrichtsräume musste wegen der anderen Altersgruppe sofort erneuert werden, die Lehrerzimmer kamen erst etwas später dran. Im Schuljahr 2011/12 konnte dann endlich der Konferenzsaal neu bestuhlt werden, ein Jahr später auch die Aula.

Die Ausstattung mit Lehr- und Lernmitteln erfolgte – mit knapp bemessenen Finanzen – sukzessive mit jeder neuen Jahrgangsstufe. Insbesondere in der Aufbauphase mussten Mittel des Förderkreises häufig in Anspruch genommen werden, um Anschaffungen über die Basisausstattung hinaus zu ermöglichen. Durch gut begründete Anträge gelang es im Laufe der Jahre, Sondermittel in sechsstelliger Höhe insbesondere für die Ausstattung mit modernen Medien aus entsprechenden Fördermaßnahmen zu erhalten. Inzwischen verfügt das Romain-Rolland-Gymnasium über drei Computer-Netzwerke sowie Internet-Anschlüsse, Beamer und Tageslichtprojektoren in allen Unterrichtsräumen. Nahezu alle Fach- und Kursräume sowie ein Großteil der Klassenräume sind mit interaktiven Smartboards ausgerüstet, die kreidefreie Schule wird Realität.

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Profilbildung und Innovation

Als „Europäische Oberschule – Lycée Européen“ tituliert, galt es zunächst, diesen Begriff mit Leben zu erfüllen und in der Unterrichtskonzeption und im Schulalltag umzusetzen. Bald wurde klar, dass der Schwerpunkt sich auf Frankreich, also die französische Sprache und Kultur bezog. 1997 musste die Schule sich entscheiden, ob sie diesen Schwerpunkt als Fortführung der Märkischen Grundschule in Form einer „Staatlichen Europaschule Berlin (SESB)“ – eigentlich eine Konzeption für Gesamtschulen – oder in Form eines bilingualen Zuges realisiert. Die für die weitere Entwicklung des Romain-Rolland-Gymnasiums überaus richtungsweisende Entscheidung wurde zugunsten des bilingualen Zuges getroffen. Bei der zuständigen Senatsverwaltung, dem Bezirksamt und der betroffenen Grundschule fand diese Entscheidung wenig Zustimmung. Dennoch war fortan der bilinguale Zug das Aushängeschild des jungen Gymnasiums. Die Aufnahme in den exklusiven Kreis der Schulen mit Abi-Bac, die Einrichtung einer grundständigen Klasse im Jahr 1999 – bis 2010 parallel zum Beginn in Klassenstufe 7 – nach zermürbenden Diskussionen in schulischen und bezirklichen Gremien und einer zweiten zum Schuljahr 2006/07 sowie das erste Abi-Bac 2001 waren die Meilensteine dieser Entwicklung. Inzwischen haben über 400 Abiturienten das RoRo mit der Doppelqualifikation verlassen.

Von besonderer Bedeutung war auch, insbesondere in der Aufbauphase, die deutschlandweit wohl einzigartige Kooperation mit der benachbarten französischen Auslandsschule, die vor allem im Austausch von Lehrkräften, aber auch in der gegenseitigen Nutzung der Räumlichkeiten und in gemeinsamen Veranstaltungen bestand. Mit dem Schuljahr 2005/06 wurde diese fruchtbare Kooperation von französischer Seite leider beendet.

Als eine von zwei deutschen Pilotschulen war das Romain-Rolland-Gymnasium 1999 maßgeblich beteiligt an der Entstehung und Entwicklung des sogenannten „Voltaire-Programms“ zum individuellen Schüleraustausch mit Frankreich und an der Ergänzung durch das „Sauzay-Programm“. Das Betriebspraktikum in Frankreich – zunächst in der Partnerstadt Antony bei Paris und dann in Zusammenarbeit mit unserer Partnerschule im Netzwerk bilingualer Schulen in Clermont-Ferrand – war 2001 auch ein Novum für Berliner Schulen und bereichert seither den bilingualen Zug. Es war 2009 auch eine gute Voraussetzung für die Akkreditierung als Berliner Pilotschule für das CertiLingua-Sprachenzertifikat.

Neben Spanisch und Latein wurde 2004 gemeinsam mit zwei anderen Reinickendorfer Gymnasien – erstmalig für Berlin – Chinesisch als dritte Fremdsprache in den Stundenplan aufgenommen und ist inzwischen als Abiturfach etabliert.

Parallel zur Profilierung des fremdsprachlichen Bereiches wurde ab 2004, ausgehend von einer Beteiligung an einem MINT-Projekt zur Stärkung von Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik und im Zusammenhang mit der Entwicklung des ersten Schulprogramms sukzessive im naturwissenschaftlichen Bereich ein zweiter Schwerpunkt der Schule entwickelt.

Die erstmalige Einrichtung eines naturwissenschaftlichen Zuges zum Schuljahr 2006/07, die Aufnahme in den exklusiven Kreis der MINT-Excellence Center 2010 und die Auszeichnung als Deutsche Jugend forscht-Schule 2013 durch die KMK waren hier die wesentlichen Meilensteine. Die Beteiligung an Projekten wie ChiK und BiK (Chemie bzw. Biologie im Kontext), die Pilotprojekte Junior Science Café und Junior Ingenieur Akademie, naturwissenschaftliche Projekte mit Schulen in Frankreich, Russland und der Slowakei, Arbeitsgemeinschaften zur Mädchenförderung sowie die Einrichtung von Teilungsstunden im naturwissenschaftlichen Unterricht, die permanente Beteiligung an mathematisch-naturwissenschaftlichen Wettbewerben und die Einbindung universitärer Lernorte in den Unterricht waren weitere Beiträge zur Gestaltung dieses Schwerpunktes.

Zunehmend richtete sich der Blick aber auch auf die Vorbereitung der Schülerinnen und Schüler auf die Zeit nach der Schule. Neben der üblichen Zusammenarbeit mit dem Berufsinformationszentrum wurden durch die Eltern Informationsveranstaltungen zu Studiengängen und Berufsfeldern organisiert. 2008 beteiligte sich die Schule am Pilotprojekt BOGY (Berufsorientierung am Gymnasium) und gehörte 2011 auch zu den Pilotschulen, die in der Oberstufe den Zusatzkurs „Studium & Beruf“ anbieten, der seither auch einen „Career Day“ organisiert.

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Individualisierung und Wettbewerbe

Wenn Kinder nach der 6. oder sogar 4. Klasse auf das Gymnasium wechseln, sind Begabungen und Neigungen nicht immer schon klar erkennbar. Daher ist es wichtig, den Kindern die Möglichkeiten zu bieten, ihre speziellen Anlagen zu erkennen und zu entwickeln und für die unterschiedlichen Interessen entsprechende Angebote bereit zu halten. Im Rahmen des Unterrichts geschieht dies im Wahlpflichtbereich bereits ab Klasse 8 sowie durch ein umfassendes und verlässliches Angebot an Leistungs- und Grundkursen; darüber hinaus werden noch Zusatzkurse durchgeführt, in denen zum Beispiel die Vorbereitung auf externe Sprachprüfungen in Französisch (DELF) und Englisch (CAE) erfolgt. Das breit gefächerte Angebot an Arbeitsgemeinschaften am Nachmittag bietet weitere Möglichkeiten zur Individualisierung des Bildungsganges.

Die Teilnahme an Wettbewerben wird ebenfalls genutzt, um die ganz unterschiedlichen Begabungen und Neigungen insbesondere leistungsstärkerer Schülerinnen und Schüler zu fördern, und zwar bereits ab der 5. Klasse. Jugend forscht, Schüler experimentieren, Chemkids, Känguru der Mathematik, Informatik-Biber, Mathematik-, Physik- und Chemie-Olympiade, Lyrix, Bundeswettbewerb Fremdsprachen, Lebendige Antike, Chinese Bridge, Europäischer Wettbewerb, Geschichtswettbewerb sowie Wettkämpfe in diversen Sportarten bieten für jede Interessenlage etwas.

Zusätzliche Projekte wie Comenius bzw. Erasmus und Modell Europa Parlament, der Erwerb von Zertifikaten im fremdsprachlichen (CertiLingua) oder naturwissenschaftlichen (MINT) Bereich sowie klassenübergreifende Studienreisen ins Ausland, zum Beispiel nach Frankreich, China oder Singapur, runden das Angebot zur individuellen Schwerpunktsetzung ab.

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Schulgemeinschaft und Anerkennungskultur

Ehe denn die Schule existierte, hatte sie bereits einen Förderkreis, der aktuell etwa 400 Mitglieder umfasst. Viele Eltern und auch Lehrerinnen und Lehrer bringen ihre Verbundenheit mit dem Romain-Rolland-Gymnasium auf diese Weise auch finanziell zum Ausdruck. Dadurch war es möglich, auch solche Ausstattungen zu beschaffen, die normalerweise den Rahmen des Schulbudgets überfordern. Vor allem die Fachbereiche Musik, Darstellendes Spiel, Sport und Informatik haben davon profitiert. Aber auch als wirtschaftlicher Träger für die Cafeteria, als Anstellungsträger, als Einsatzstelle für ABM-Kräfte und als Vertragspartner bei Veranstaltungen leistet er wertvolle Dienste für die Schulgemeinschaft. Ohne sein segensreiches Wirken, also die Beiträge seiner Mitglieder und das Engagement seines Vorstandes, hätte sich die Schule längst nicht so gut entwickeln können.

Eine weitere eminent wichtige Institution für das Romain-Rolland-Gymnasium ist auch die Cafeteria. Nach mehreren gescheiterten Versuchen kommerzieller Betreiber gelang es im Frühjahr 1999 einer Elterngruppe, die Cafeteria mit ehrenamtlichen Mitarbeitern zu betreiben. Aus kleinen und bescheidenen Anfängen hat sich ein fast professioneller Betrieb entwickelt, der nur darunter leidet, dass sich zu wenige Mütter und Väter bereitfinden, hier regelmäßig einen Dienst hinter dem Tresen zu übernehmen. Trotzdem ist die Cafeteria ein wesentlicher Wohlfühl-Faktor im Schulalltag, der – neben der Versorgung mit Getränken und kleinen Speisen – vor allem auch als Begegnungsstätte für Lehrer, Eltern und Schüler seine Bedeutung gewonnen hat.

Der Lernmittelfonds, zum Schuljahr 2004/05 eingerichtet (auch hier gehörte das Romain-Rolland-Gymnasium zu den Pilotschulen), verdankt seine Existenz der Einschränkung der Lernmittelfreiheit in Berlin. Anstatt für 100 € Bücher zu kaufen, können die Eltern 50 € in den Lernmittelfonds einzahlen und müssen sich dann nicht um Beschaffung und einen eventuellen Weiterverkauf von Schulbüchern kümmern. Da sich fast alle Eltern am Lernmittelfonds beteiligen und die Mittel zielführend eingesetzt werden, verfügt die Schule über einen umfangreichen Bestand aktueller und gut erhaltener Schulbücher, zugehöriger Arbeitshefte und Lektüren.

Aber auch die schulischen Gremien, insbesondere die Gesamtelternvertretung und die Gesamtschülervertretung, tragen ihren Teil zur Schulgemeinschaft bei. War die Gesamtelternvertretung in den Anfangsjahren eher ein Ort, an dem die Entwicklung der Schule mit Skepsis begleitet wurde – teilweise auch eine Folge der nicht immer überzeugenden schulpolitischen Vorgaben und Entscheidungen –, so hat sie sich, auch durch die engagierte Beteiligung an der Entstehung und Weiterentwicklung des Schulprogramms, in den letzten Jahren zu einem verantwortungsbewussten Gremium entwickelt, das die Schulgemeinschaft auf sehr konstruktive Weise fördert. Eine ähnliche Entwicklung hat auch die Gesamtschülervertretung, maßgeblich geprägt durch die jeweiligen Schülersprecher und ihre Stellvertreter, durchlaufen. Auch wenn noch gelegentlich die Bereitschaft und das Wollen größer sind als das Vollbringen, so leistet doch auch sie ihren positiven Beitrag zur Schulgemeinschaft.

Nicht allen Schülerinnen und Schülern gelingt es, den anspruchsvollen Unterrichtsstoff allein zu bewältigen. Daher wurde im Schuljahr 2006/07 – zunächst für das Fach Mathematik, zwei Jahre später auch für die anderen Kernfächer –  die Aktion „Schüler helfen Schülern“ ins Leben gerufen, bei der ältere Schüler den jüngeren Nachhilfe geben.

Die Schulgemeinschaft wird auch dadurch gefördert, dass sich Schülerinnen und Schüler über das normale Maß hinaus freiwillig engagieren, indem sie sich zum Beispiel um die Veranstaltungstechnik kümmern, Sportwettkämpfe betreuen oder erfolgreich an Wettbewerben beteiligen. Ein solches Engagement verdient Wertschätzung und Anerkennung. Diese kommt seit vielen Jahren traditionell am letzten Schultag vor den Sommerferien zum Ausdruck, je nach Wetterlage auf dem Sportplatz oder in der Sporthalle, und auch auf der Feier am Ende ihrer Schulzeit für die Abiturientinnen und Abiturienten durch Urkunden oder Buchpräsente.

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Ergebnisse und Erfolge

Wo steht nun das Romain-Rolland-Gymnasium nach 20 Jahren des Aufbaus und der Entwicklung? Zunächst einmal ist es eine Schule, die sich in vergleichsweise kurzer Zeit – ein Großteil der Berliner Gymnasien hat schon ihre Hundert-Jahr-Feier längst hinter sich – zu einem der größten Berliner Gymnasien entwickelt und dabei einen guten Ruf erarbeitet hat: in der Senatsverwaltung, im Bezirksamt, in der Reinickendorfer Öffentlichkeit und bei den Eltern und Schülern. Dies ist belegt durch mehrere Befragungen, u.a. durch die sehr aufwändige Selbstevaluation an Schulen (SEIS) der Bertelsmann-Stiftung 2006, aber auch durch die Ergebnisse der offiziellen Schulinspektion von 2008 und 2014. Im aktuellen Bericht der Schulinspektion werden die Stärken der Schule folgendermaßen stichwortartig zusammengefasst:

- freundliches Schulklima, lernförderliche Atmosphäre,

- auf anspruchsvolle Unterrichtsinhalte orientiertes Kollegium,

- Engagement des Kollegiums zur Förderung der Leistungsbereitschaft der Schülerinnen und Schüler durch Wettbewerbsangebote und internationale Vernetzung,

- öffentlichkeitswirksames Schulprofil, das das Schulleben prägt und von der Schulgemeinschaft getragen wird.

In der Außenwirkung prägen natürlich der bilinguale Zug mit dem Abi-Bac und der MINT-Schwerpunkt mit dem naturwissenschaftlichen Zug und Jugend forscht das Profil der Schule. Zu den Stärken des Romain-Rolland-Gymnasiums gehört es aber auch, dass sich diese beiden Schwerpunkte harmonisch ergänzen und miteinander verzahnt sind und dass auch allen anderen Fächern genügend Raum gelassen wird, um sich zu entwickeln und auf ihre Weise zur ganzheitlichen Bildung unserer Schülerinnen und Schüler und zum guten Ruf der Schule beizutragen.

Die Ergebnisse der Vergleichsarbeiten in Klasse 8 sowie der Prüfungen zum Mittleren Schulabschluss und zum Abitur belegen den Unterrichtserfolg. Bei VERA 8 sind unsere Schülerinnen und Schüler in allen untersuchten Bereichen deutlich besser als die Vergleichsgruppe, der Prüfungsteil im Mittleren Schulabschluss wird regelmäßig zu 100% bestanden, der Teil, der sich auf die Jahrgangsnoten bezieht, meistens zu 98% und im Abitur liegt das RoRo – in den letzten Jahren jeweils mit der Durchschnittsnote 2,1 – meistens um 0,3 unter dem Berliner bzw. Reinickendorfer Durchschnitt bei einer minimalen Nichtbestehensquote.

Die Leistungen der Schule wurden auf vielfältige Weise anerkannt und gewürdigt. Die Aufnahme in den Kreis der Abi-Bac-Schulen, die Pilotfunktion im Voltaire-Programm, die Einrichtung eines grundständigen Zuges, die Akkreditierung als erster Berliner CertiLingua-Schule, die Aufnahme in den Verbund der MINT Excellence Center, die dreimalige Auszeichnung mit dem Deutschen Schulpreis Jugend forscht und schließlich der von der Kultusministerkonferenz für die beste deutsche Schule in diesem Bereich vergebene Titel „Deutsche Jugend forscht Schule 2013“ zeugen von der hohen Anerkennung. Mit dem Deutschen Schulsportpreis (2008) und dem Sonderpreis des Europäischen Schulmusik Preises (2011) erhielt das RoRo auch Auszeichnungen auf ganz anderen Gebieten.

Aber auch einzelne Schülerinnen  und Schüler bzw. Mannschaften trugen bei Wettbewerben in fast allen Fächern zum Ruhm der Schule bei. Unter anderem kamen vom RoRo Bundessieger in Jugend forscht und im Bundeswettbewerb Fremdsprachen, Landessieger im Bundeswettbewerb des Bundespräsidenten und – oft mehrfache – Berliner Meister im Sport: Hallenhandball, Basketball, Tischtennis, Tennis, Judo, Staffellauf, Cross-Lauf, Leichtathletik und Gerätturnen.

Ehrungen ganz anderer Art wurden der Schule zuteil durch die Besuche von Bundeskanzlerin Angela Merkel und Präsident Nicolas Sarkozy (2007), Finanzminister Wolfgang Schäuble (2012) und Prof. Gesine Schwan (2008 und 2014).

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Würdigung und Dank

Im Blick zurück auf die Anfänge des Romain-Rolland-Gymnasiums und das in den 20 Jahren Erreichte wird klar, dass dieser Erfolg nur gelingen konnte, weil alle Beteiligten ihren Teil dazu überdurchschnittlich engagiert beitrugen:

- eine Schulleitung, die die konzeptionelle Entwicklung der Schule sowie die Organisation des Unterrichts, der Prüfungen und des täglichen Schulablaufs unter immer wieder veränderten Rahmenbedingungen als Herausforderung annimmt und bewältigt,

- ein Kollegium, das – vom pädagogischen Ethos geleitet – nicht nur seinen Unterrichts- und Erziehungsauftrag erfolgreich meistert, sondern sich – oftmals unter schwierigen Bedingungen – immer wieder neuen Erwartungen stellt, keine Mühe scheut und zielführend Innovationen umsetzt,

- Sekretärinnen, Hausmeister und Hilfskräfte in unterschiedlichen Bereichen, die sich verantwortungsbewusst und freundlich darum kümmern, dass der äußere Schulbetrieb reibungslos läuft,

- eine Elternschaft, die in Gremien und Arbeitsgruppen, im Förderkreis, in der Cafeteria und bei Schulveranstaltungen bereitwillig Aufgaben übernimmt und zuverlässig erledigt und

- eine Schülerschaft, die freundlich und harmonisch miteinander umgeht, sich den hohen unterrichtlichen Anforderungen stellt und dabei leistungswillig und -fähig ist.

Ihnen allen gebührt Dank und Anerkennung dafür, dass sie das Romain-Rolland-Gymnasium in 20 Jahren auf Erfolgskurs gebracht haben!

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