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Erasmus+ auf der Zielgeraden

Drei Länder, drei Klassen, drei "Mobilitäten" - und ein dreiteiliges Thema: Patrimoines - Paysages - Perspectives. Man sieht gleich: Die Arbeitssprache ist Französisch.

Eine Klasse aus der kleinen luxemburgischen Stadt Dudelange, deren Schüler(innen) von Hause aus bi-, nein sogar trilingual sind, eine Klasse aus dem "EsaBac"-Zug (wie AbiBac, nur mit Italienisch) aus der Stadt Arezzo in der Toskana (Italien) und unsere bilinguale 10b arbeiten im Rahmen von "Erasmus+" zusammen, um vergleichend an den drei Standorten Elemente aus den Bereichen (Stadt-)Geschichte, Städtebau, Stadtgeographie, Kunstgeschichte und Kommunalpolitik darzustellen, unter Verwendung moderner Technologie in Hard- und Software. "Patrimoines", das (Kultur-)Erbe, das, was war, was die Standorte beeinflusst hat; "Paysages", die aktuell beobachtbaren "Landschaften", ihre Vorzüge und Problemstellungen; "Perspectives", der Blick in die Zukunft, auf das, was entstehen kann: Das sind die drei Ebenen, und um diese "hautnah" beobachten und analysieren zu können, gibt es die drei "Mobilitäten".

Heißt: hinfahren. Im Mai 2016 waren wir und waren die Luxemburger(innen) in Arezzo, im November 2016 waren die "Arétins", wie die Einwohner Arezzos auf Französisch heißen, und die Luxemburger(innen) bei uns in Berlin, und jetzt im Mai werden wir, also die 10b in Begleitung von Frau Brunner und Herrn Kazda, genauso wie die Arétins nach Luxemburg fahren, um den dritten Teil unserer von der Europäischen Union finanzierten Arbeit zu leisten. Heißt auch: Eigentlich sind es nur zwei "Mobilitäten", die jeweils dritte ist eine "Nullmobilität", sprich: Man empfängt die Gäste zu Hause - sozusagen ein Doppelaustausch.

Neben den drei genannten Ländern (mit Luxemburg als Hauptorganisator) arbeitet auch noch eine Architekturhochschule aus Paris am Projekt mit - drei Schülergruppen und eine Uni, diese Konstellation ist die höchstwertige europäische Ebene für die Zusammenarbeit allgemeinbildender Schulen, an der das RoRo laufenden Anteil hat. Jetzt geht es auf die Zielgerade, das Projekt nähert sich seinem Ende; die Ergebnisse werden für alle auf einer eigens eingerichteten Website einsehbar sein, sodass z. B. eine Schulklasse aus Frankreich, die im Unterricht über Berlin arbeitet, die Früchte der Arbeit der drei Schülergruppen und der Pariser Student(inn)en konsultieren kann.

Wir freuen uns auf neue Erfahrungen und Erkenntnisse in Luxemburg, einem Land, in dem es kaum Schüleraustausche gibt, weil gleichsam alle im Laufe ihrer Kindheit und Jugend Luxemburgisch, Deutsch, Französisch und dazu Englisch lernen. Sprachkenntnisse fördern Kulturverständnis!