Fächer

Chinesisch

Ni hao! Guten Tag!

Unser Gymnasium ist eine der ersten Oberschulen, an denen Chinesisch unterrichtet wird und sich seit 2003 immer größerer Beliebtheit bei den Schülerinnen und Schülern erfreut.

Der Hintergrund für die Beschäftigung mit Chinesisch liegt zunächst in der Globalisierung, wobei die chinesische Sprache in der Welt eine immer größere Rolle spielt. Der Kontakt Deutschlands zu China ist häufig und vielfältig, nicht nur wirtschaftlich, sondern auch gesellschaftlich und kulturell. Deshalb ist der Wunsch nach chinesischen Sprachkenntnissen nur zeitgemäß. Sie steigern berufliche Chancen der Schülerinnen und Schüler, bringen ihnen Wettbewerbsvorteile und fördern ihre interkulturell-kommunikative Kompetenz. Zugleich erhöht das Beherrschen einer außergewöhnlichen Sprache wie Chinesisch zweifellos ihr Selbstbewusstsein.

Zurzeit bieten wir ab der 8. Klasse wöchentlich drei Stunden Unterricht an, der bis zum Abitur weitergeführt werden kann. 2008 haben wir zum ersten Mal die mündliche Abiturprüfung in Chinesisch bei uns durchführen können. 2009 wurde weiterhin die Präsentationsprüfung als fünfte Komponente des Abiturs in Chinesisch eingeführt. Aufgrund der guten Entwicklung des Chinesischunterrichts in Berlin gibt es seit 2010 auch die Möglichkeit, Chinesisch in der schriftlichen zentralen Abiturprüfung abzulegen.

Im Unterricht lernen wir gemäß dem Rahmenplan Mandarin, das ist das Hochchinesisch, das überall in China und Taiwan verwendet wird. Das Ziel des Unterrichts ist eine kommunikativ orientierte Vermittlung der Grundkenntnisse der chinesischen Sprache, es wird die Hör- und Sprechfähigkeit sowie die Schreibfähigkeit und das Leseverständnis geübt. Dabei werden Alltagsthemen behandelt wie Familienverhältnisse, Schule, Einkaufen, Einladung, Wegbeschreibung, Telefonate und Freizeitgestaltung.

Neben der Sprachkompetenz vermitteln wir auch Kenntnisse über das Land. Hierzu zählen der Überblick über die Geschichte, die Geographie, das Staatssystem, das Bildungssystem und verschiedene nationale Minderheiten in China. Darüber hinaus lernen die Schüler die Kultur des Landes kennen und beschäftigen sich mit Themen wie Literatur, Sitten und Gebräuche, Essen und Feiertage, Mondkalender und Tierzeichen, technische Erfindungen, Kalligraphie und den philosophischen Hintergründen; aber auch Taiji bzw. Schattenboxen wird spielerisch eingeführt. Um den Schülern weitere Einblicke in den chinesischen Alltag und die Vielfalt der Tradition zu vermitteln, findet der Unterricht manchmal auch außerhalb der Schule statt – sei es bei einer Besichtigung der chinesischen Botschaft, sei es beim Besuch von auf China bezogenen kulturellen Ausstellungen oder Veranstaltungen.

Nicht zuletzt pflegen wir seit Jahren regen Kontakt zu einer Partnerschule in Peking. Es ist möglich, einmal jährlich an einem zweiwöchigen Schüleraustausch teilzunehmen, um Land und Kultur live zu erleben, die einheimische Situation näher kennen zu lernen und das Erlernte auszuprobieren.