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Das Romain-Rolland-Gymnasium trauert mit seinen französischen Freunden

Auf Anregung des französischen Bildungsministers Jean-Michel Blanquer und mit Unterstützung der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie hat die Schulgemeinschaft des Romain-Rolland-Gymnasiums am 2. November 2020 um 11 Uhr 15 eine Schweigeminute gehalten und des Lehrers Samuel Paty gedacht.

Am 16. Oktober 2020 wurde der Geschichts- und Geografielehrer Samuel Paty in Conflans-Sainte-Honorine Opfer eines besonders brutalen Mordanschlages. Diese Tat erfüllt uns mit Fassungslosigkeit, Wut, Trauer und Bestürzung. Samuel Paty hatte Anfang Oktober in seiner Schule über das Grundrecht auf Meinungsfreiheit unterrichtet und dabei Karikaturen aus einer Satirezeitschrift gezeigt. Er hatte seinen Schülerinnen und Schülern zuvor angeboten, den Blick abzuwenden, falls sie nicht mit den Zeichnungen konfrontiert werden wollten. Dennoch zog er damit den Hass islamistischer Terroristen auf sich. In diesem Zusammenhang gedenken wir auch der Opfer des ebenfalls brutalen Mordanschlags auf drei Christinnen und Christen am 29.10.2020 in der Kathedrale von Nizza, einer Stadt, der wir uns aufgrund zahlreicher Studienreisen dorthin eng verbunden fühlen.

Ein Teil unserer Schülerinnen und Schüler wird im Sommer das Abitur/Baccalauréat erwerben und somit ein hochwertiges Diplom der Französischen Republik erhalten. Wir fühlen uns daher den Werten dieser Französischen Republik verbunden und plädieren für Toleranz und Offenheit, bekunden aber auch die Entschlossenheit, Fanatismus und Intoleranz offen zu benennen und solidarisch zu bekämpfen.