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Unser Tag im Verteidigungsministerium

Am 18.01.2016 haben die beiden Grundkurse Politikwissenschaften/bilingual gemeinsam mit dem PW-Leistungskurs anlässlich des deutsch-französischen Entdeckungstages das Bundesministerium für Verteidigung (BMVg) besucht.

Um 08:45 Uhr wurden wir mit einem Reisebus von der Schule abgeholt und bis in die Stauffenbergstraße gefahren. Auf der Fahrt hat uns die Jugendoffizierin, die uns über den ganzen Tag begleitet hat, den Tagesablauf geschildert und bereits einige Informationen über den Élysée-Vertrag gegeben, der ein wichtiger Leitfaden unserer Exkursion sein sollte. Später erfuhren wir von ihr auch noch Näheres zu ihrer militärischen Laufbahn und zur Vereinbarung von Beruf und Privatleben, wenn man sich bei der Bundeswehr verpflichtet.
Nach Ankunft und einer ausführlichen Sicherheitskontrolle haben wir uns im Pressesaal der Ministerin für Verteidigung versammelt. Auf die sehr freundliche Begrüßung eines erfahrenen Offiziers folgte ein einstündiger Vortrag über das BMVg vonseiten des Pressebeauftragten Major Schamhorst. Mit vielen Anekdoten gespickt war dieser letztendlich sehr informativ; besonders interessant wurde es für die Zuhörer vor allem, als wir nach der Beendigung der allgemeinen Einführungen auf den Syrien-Einsatz der Bundeswehr zu sprechen kamen. Bei der folgenden Diskussion konnten auch kritische Fragen gestellt werden. Noch in der offiziellen Pause mit kalten sowie heißen Getränken waren einige der Konfliktpunkte zentraler Inhalt der Gespräche.
Lange blieb dafür jedoch auch keine Zeit, da unser Programm streng getaktet war und der deutsch-französische Verbindungsoffizier, Colonel Roland Lieb, ebenfalls einen Vortrag für uns vorbereitet hatte. In wunderschönem Französisch präsentierte er uns den Inhalt seiner Aufgaben, machte einen kurzen historischen Exkurs über die folgeschwersten Momente der gemeinsamen deutsch-französischen Geschichte und betonte deutlich die Wichtigkeit der deutsch-französischen Kooperation auf allen politischen und sozialen Ebenen. Sehr interessant war, dass er zuletzt noch einmal auf das zuvor offensichtliche Interesse zum Thema „Islamischer Staat“ und Einsatz in Syrien reagiert hat und unsere gestellten Fragen aus seiner Sicht beantwortet hat. Hierbei wurde auch ziemlich bald deutlich, dass er ein überzeugter Vertreter seines Heimatlandes ist und hinter den Entscheidungen des französischen Präsidenten steht.
Zum Ende des Gesprächs wurden wir von Major Schamhorst noch großzügig mit Informationsheften und kleinen Geschenken versorgt. Danach führte unser Weg nach draußen, um bei sehr unangenehmen Temperaturen das Ehrenmal der Bundeswehr zu begutachten. Dank der umfassenden Erklärung der verschiedenen Symboliken konnte wohl jeder der Gruppe den von dem Münchner Architekten Andreas Meck entworfenen Bau als würdig für die bisher über 3200 gestorbenen Soldaten und Zivilbeschäftigten befinden.
Das Ehrenmal gehört sicherlich zum Höhepunkt eines Besuches im Verteidigungsministerium, zumal seine Bedeutung nicht auf den ersten Blick nachvollziehbar, mit etwas Hintergrundwissen jedoch sehr beeindruckend ist.
Ein solches Programm muss man erstmal verdauen, deswegen wussten wir es auch sehr zu schätzen, dass die Organisatoren unseres Tages so aufmerksam waren, uns vor der Heimfahrt noch in ihrer Mensa zu verköstigen.
Insgesamt ein schöner Abschluss eines doch ziemlich interessanten und lohnenswerten Ausfluges.