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Bundessieger in Chemie bei Jugend forscht

Saverio Nobbe, Abiturient am Romain-Rolland-Gymnasium, ist mit seinem Projekt "Chlorfreie Raumfahrt – Weiterentwicklung Ammoniumnitrat basierter Festtreibstoffe" Bundessieger im Fachgebiet Chemie des Wettbewerbs Jugend forscht 2014 geworden. Henriette Brykczynski, ebenfalls Abiturientin am Romain-Rolland-Gymnasium, bekam für Ihre Arbeit „Pferdehaltung – eine Gefahr für unsere Böden und das Grundwasser?“ zwei Sonderpreise.

 

Bundessieger in Chemie bei Jugend forscht

Saverio Nobbe, Abiturient am Romain-Rolland-Gymnasium, ist mit seinem Projekt "Chlorfreie Raumfahrt – Weiterentwicklung Ammoniumnitrat basierter Festtreibstoffe" Bundessieger im Fachgebiet Chemie des Wettbewerbs Jugend forscht 2014 geworden. Henriette Brykczynski, ebenfalls Abiturientin am Romain-Rolland-Gymnasium, bekam für Ihre Arbeit „Pferdehaltung – eine Gefahr für unsere Böden und das Grundwasser?“ zwei Sonderpreise. mehr



Kampf gegen Salzsäure in der Atmosphäre

Saverio Nobbe, Abiturient am Romain-Rolland-Gymnasium, ist mit seinem Projekt "Chlorfreie Raumfahrt – Weiterentwicklung Ammoniumnitrat basierter Festtreibstoffe" Bundessieger Chemie geworden, nachdem er bereits im vergangenen Jahr mit zwei Mitschülern den dritten Preis gewonnen hatte. Außer dem Preisgeld in Höhe von 2.500 € erhielt er auch einen mehrwöchigen Studienaufenthalt an der University of Queensland in Brisbane, Australien.

Chlorfreie Raumfahrt – Weiterentwicklung Ammoniumnitrat basierter Festtreibstoffe

Mehr als 500 Tonnen Salzsäure gelangen jedes Jahr als Folge der kommerziellen Raumfahrt in die Atmosphäre – eine erhebliche Umweltbelastung. Die Säure kann sich bilden, weil die heute verwendeten Festbrennstoffe Chlor enthalten. Daher fragte sich Saverio Nobbe, ob es nicht auch chlorfrei geht. Theoretisch schon, denn als alternative Substanz lässt sich etwa Ammoniumnitrat verwenden. Allerdings brennt dieser Treibstoff zu langsam ab, weshalb er ohne Zusatzstoffe für den Einsatz in der Raumfahrt nicht geeignet ist. Mit passenden Zusatzstoffen ist es jedoch möglich, eine höhere Reaktionsgeschwindigkeit zu erzielen. Der Nachwuchschemiker analysierte entsprechende Substanzen und schuf zugleich neue Polymere. Immer mit dem Ziel, dem Ammoniumnitrat Beine zu machen.



Ein überdachter Platz für den Mist

Zwei Sonderpreise gingen an Henriette Brykczynski, ebenfalls Abiturientin am Romain-Rolland-Gymnasium. Ihre Arbeit „Pferdehaltung – eine Gefahr für unsere Böden und das Grundwasser?“ wurde von der Heraeus-Stiftung mit einem Geldpreis von 500 € belohnt und zudem hat die Hessische Landesvertretung sie nach Brüssel eingeladen, ihr Projekt dort vor dem Europäischen Parlament vorzustellen.

Pferdehaltung – eine Gefahr für unsere Böden und das Grundwasser?

Pferdehalter kennen das Problem: Wohin mit dem angefallenen Mist? Schließlich produziert jedes Tier täglich mehr als 20 Kilogramm davon. Selbst wenn der Mist regelmäßig abtransportiert wird, benötigt jeder Pferdehof einen geeigneten Ort zur Zwischenlagerung. Optimal ist eine Anlage, die Sickerwässer auffängt. Doch die ist teuer. Also fragte sich Henriette Brykczynski, ob es nicht auch einfacher geht – selbstverständlich ohne Abstriche beim Grundwasserschutz. Sie packte verschiedene Arten von Pferdemist, zum Beispiel mit Stroh oder mit Holzpelleteinstreu vermischt, in perforierte Tonnen und beobachtete, ob unter verschiedenen Wetterbedingungen Sickerwässer austreten. Ihr Fazit: Die Lagerung auf einer Betonplatte reicht zum Schutz von Boden und Grundwasser völlig aus, sofern der Platz auch überdacht ist.