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Planetentransits

Solarscope

Ein Planetentransit tritt ein, wenn sich ein Planet zwischen die Erde und die Sonne schiebt; logischerweise kommen dafür nur die "inneren Planeten" Merkur und Venus in Frage.

Entgegen der ersten Erwartung ist ein solches Ereignis relativ selten. Verantwortlich dafür ist die Neigung der Bahnebenen von Merkur und Venus gegenüber der der Erde (der "Ekliptik"), die dafür sorgt, dass sie meistens ober- oder unterhalb der Sonnenscheibe vorüberziehen. (Aus dem gleichen Grund kommt es nicht in jedem Monat zu einer Sonnen- bzw. Mondfinsternis.) Aufgrund der größeren Entfernung von der Sonne ist ein Transit der Venus noch weitaus seltener als ein solcher des Merkur - dabei jedoch interessanter und historisch bedeutsamer. Zusätzlich muss natürlich das Wetter mitspielen...

 Ein direkter Blick in die Sonne verbietet sich; irreversible Augenschäden wären sofort die Folge. Aus diesem Grund ist der Fachbereich Physik im Besitz eines "Solarscopes". Bei diesem wird das Sonnenlicht, das durch das Eintrittsrohr (im Bild rechts) tritt, auf der Innenseite durch einen Konkavspiegel auf den gegenüberliegenden Karton projiziert. Das - vergrößerte - Bild der Sonne kann nun gefahrlos betrachtet werden.

Die unten stehenden Fotos zeigen links den Venustransit vom 8. Juni 2004 und rechts den Merkurtransit am 11. November 2019 (das Zusammentreffen mit dem Karnevalsbeginn ist natürlich reiner Zufall...); der Merkur ist der runde Fleck rechts unterhalb der Bildmitte, etwas oberhalb der gestrichelten Linie. Beeindruckend ist im Vergleich der Größenunterschied zwischen den beiden Planeten.

Venustransit 8. Juni 2004
Merkurtransit 11. November 2019



Eine alternative Methode der Sonnenbeobachtung liegt in der Verwendung geeigneter Filter. So besitzt der Physik-Fachbereich noch ein H-alpha-Teleskop (mit einem extrem schmalbandigen Filter, das nur das Licht der roten Wasserstofflinie der Wellenlänge 656nm passieren lässt) sowie mehrere "Sonnenfinsternisbrillen" (die das Sonnenlicht um ca. 99,99% abschwächen). Alle drei Arten von Geräten kommen am Romain-Rolland-Gymnasium immer wieder zum Einsatz, so zum Beispiel auch bei der partiellen Sonnenfinsternis, von der unten berichtet wird. Im Falle des Merkurtransits bringt der Einsatz der Finsternisbrille (trotz der guten Laune auf dem Foto...) jedoch nichts, da der Planet dafür schlicht zu klein ist.

(Fotos 2019: Jakob Riemer und Ludovic Trendel, 11)

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RoRo InSight AG

Seit dem Schuljahr 2018/19 gibt es am RoRo eine InSight-AG. InSight ist eine US-amerikanische Marssonde, die unter anderem ein französisches Seismometer auf der Marsoberfläche betreibt.

Start der AG

Seismik im Steinbergpark

Aktuelles kann man etwa erfahren unter www.seis-insight.eu (auf Französisch, ggf. rechts oben auf Englisch umstellen) und immer wieder bei Spektrum der Wissenschaft.

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Totale Mondfinsternis

In der Nacht von Sonntag auf Montag, 27. auf 28. September 2015, fand eine totale Mondfinsternis statt. Hierbei tritt der Mond von der Sonne aus gesehen hinter die Erde und wird von ihr verschattet.

In besagter Nacht begann er um 2:12 Uhr, in den Halbschatten einzutreten; dabei verdunkelt er sich jedoch nur leicht, so dass mit dem bloßen Auge kaum eine Veränderung spürbar ist.

Um 3:07 Uhr begann der Eintritt in das Kernschattengebiet, das der Mond zwischen 4:11 und 5:23 Uhr durchwanderte. Das abgebildete Foto entstand um 5:00 Uhr in Hermsdorf.

Um 6:27 Uhr war dann der Wieder-Austritt aus dem Kernschatten beendet, und um 7:22 Uhr verließ der Mond auch das Halbschattengebiet und stand wieder als Vollmond am Morgenhimmel.

In der Zeit der Totalität erscheint der Mond rot, weil Sonnenlicht, das die Erdatmosphäre durchläuft, von dieser gebrochen wird und die Mondoberfläche erreicht. Der langwellige (rote) Anteil des Sonnenlichts kann die Atmosphäre durchqueren, während der kurzwellige (blaue) Anteil zur Seite weggestreut wird; aus dem gleichen Grund erscheint auch die Sonne bei ihrem Auf- und ihrem Untergang rot.

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Partielle Sonnenfinsternis

"Millionen Menschen verfolgten die Finsternis am 20. März mit großer Begeisterung. Doch warum nur durften viele Schüler und Schülerinnen dieses außergewöhnliche Naturereignis nicht sehen? Sie mussten sich in abgedunkelten Räumen aufhalten, anstatt mit eigenen Sinnen ein grundlegendes astronomisches Phänomen zu erleben. Diese Vorgänge werfen dunkle Schatten auf die deutschen Bildungseinrichtungen." So schreibt das Fachblatt "Sterne und Weltraum" am 25.3.2015 im Internet.

Völlig anders am Romain-Rolland-Gymnasium, wo der Fachbereich Physik die Schülerinnen und Schüler ausdrücklich eingeladen hatte, das Ereignis - nach eindringlichen Sicherheitshinweisen - auf dem Schulhof zu verfolgen. Kolleginnen und Kollegen ermöglichten dies während der Unterrichtszeit; zahlreiche weitere Schülerinnen und Schüler nahmen die Gelegenheit während der Pausen wahr.

Vor dem naturwissenschaftlichen Pavillon hatte der Physik-Zusatzkurs unter der Leitung von Herrn Baeseler ein Solarscope und ein H-alpha-Teleskop aufgebaut; außerdem standen über 20 Sonnenfinsternis-Brillen zur Verfügung, mit denen sich der Ablauf in voller Länge gefahrlos verfolgen ließ. Da auch das Wetter mitspielte und sich der Himmel in strahlendstem Blau zeigte, durften alle Beobachter eine einmalige Erinnerung mitnehmen.

Ansicht durch das H-alpha-Teleskop

10:05 Uhr
10:11 Uhr
10:21 Uhr
10:33 Uhr
10:43 Uhr
10:55 Uhr
11:04 Uhr
11:13 Uhr
11:18 Uhr
11:24 Uhr

 

Kuriositäten aus der Physik

Vitrine im Physikflur
Verschwundener Glasstab
Leonardo-Brücke
parabelförmiger Brückenbogen
Magnetschwebekreisel
auf einem Magneten schwebende Graphitplättchen
Glühende Essiggurke
Seifenhaut an einem Drahtgitter
Modell für eine strömende Flüssigkeit
Unmögliche Kiste
Perspektiventäuschung
Was ist hier falsch?