Fächer

Exkursionen

GLOMUN 2016

Marie Matern, Stufe 11

Montagmorgen 12. Dezember, 8 Uhr. Die Eingangshalle des Bertha von Suttner Gymnasiums füllt sich. Dort musste man sich zuerst registrieren und es wurden Namensschilder verteilt. Jeder Teilnehmer präsentierte, mit einem Partner zusammen, ein Land. Als sich die General Assembly Hall öffnete, suchten 200 Schüler- und Schülerinnen aus aller Welt ihre Plätze, gekennzeichnet durch ein Schild mit Ländernamen und der jeweiligen Flagge. Nun stand drei Tage lang der Terrorismus zur Debatte mit der Fragestellung: “Facing global terrorism and mass migration – How can the UN create peace in a globalized world to prevent people from leaving their homes because of terrorism?” Das Ziel dieses internationalen Projektes war es eine Resolution für dieses Problem zu finden.

Die Eröffnungszeremonie dauerte ca. 3-4 Stunden und beinhaltete die Vorstellung der Chairs (Moderatoren der Sitzung), die Aufzählung aller Schulen, die teilnahmen, die Eröffnung durch die Schulleiterin, eine Rede des CDU-Abgeordneten für Migration und die Opening Speeches verschiedener Delegationen. Zum Eröffnungsteil gehörte auch die Präsentation eines Professors der Freien Universität, die in unser eigentliches Thema „Terrorismus“ einführte. Er erklärte einem, wie kompliziert die Gründe für diesen sind und erläuterte dies anhand vieler verschiedener Graphen und Diagramme.

Dann ging es in die unterschiedlichen Committees, welche geographisch festgelegt waren. Dort wurde viel diskutiert, Reden gehalten und Verbündete gesucht. Am Ende des ersten Tages hatte jedes Committee eine Resolution, welche am nächsten Tag von den einzelnen Committees durch Verfassungsänderungen nochmal geändert wurden.

Am dritten und letzten Tag kam die General Assembly erneut zusammen um sich auf eine Resolution zu einigen. Jeder main submitter hatte jetzt die Chance eine Sponsor Speech zu halten und zu erklären, warum man diese Resolution verabschieden sollte. Schließlich stand noch die Rede des Gastredners Dr. Gunter Mulack auf der Tagesordnung, ehemaliger deutscher Diplomat in Syrien, Pakistan, Ägypten und dem Libanon. Er war Beauftragter für den Dialog mit der Islamischen Welt und ist seit September 2008 Direktor des Deutschen Orient-Instituts. In  seinem Vortrag bot er einen ausführlichen und äußerst interessanten Einblick in die Situation von Staaten im mittleren Osten, wie z.B. der Türkei, und berichtete auch über das syrische Aleppo. Nach vielem Diskutieren haben sich letztendlich alle Committees auf eine Resolution geeinigt: Asiens Resolution.

Am Abend gab es auch noch eine Abschiedsparty bei welcher alle ins Gespräch kamen und sich neue Freundschaften entwickelten, die weit über Deutschland hinaus reichten.

 

Unser Tag im Bundesverteidigungsministerium

Sophia Reiffarth & Dajana Stütze

Am 18.01.2016 haben die beiden Grundkurse  Politikwissenschaften/bilingual gemeinsam mit dem PW-Leistungskurs anlässlich des deutsch-französischen Entdeckungstages das Bundesministerium für Verteidigung (BMVg) besucht.
Um 08:45 Uhr wurden wir mit einem Reisebus von der Schule abgeholt und bis in die Stauffenbergstraße gefahren. Auf der Fahrt hat uns die Jugendoffizierin, die uns über den ganzen Tag begleitet hat, den Tagesablauf geschildert und bereits einige Informationen über den Élysée-Vertrag gegeben,  der ein wichtiger  Leitfaden unserer Exkursion sein sollte. Später erfuhren wir von ihr auch noch Näheres zu ihrer militärischen Laufbahn und zur Vereinbarung von Beruf und Privatleben, wenn man sich bei der Bundeswehr verpflichtet.
Nach Ankunft und einer ausführlichen Sicherheitskontrolle haben wir uns im Pressesaal der Ministerin  für Verteidigung versammelt. Auf die sehr freundliche Begrüßung eines erfahrenen Offiziers folgte ein einstündiger Vortrag über das BMVg vonseiten des Pressebeauftragten Major Schamhorst. Mit vielen Anekdoten gespickt war dieser letztendlich sehr informativ; besonders interessant wurde es für die Zuhörer vor allem, als wir nach der Beendigung der allgemeinen Einführungen auf den Syrien-Einsatz der Bundeswehr zu sprechen kamen. Bei der folgenden Diskussion konnten auch kritische Fragen gestellt werden. Noch in der offiziellen Pause mit kalten sowie heißen Getränken waren einige der Konfliktpunkte zentraler Inhalt der Gespräche.
Lange blieb dafür jedoch auch keine Zeit, da unser Programm streng getaktet war und der  deutsch-französische Verbindungsoffizier,  Colonel Roland Lieb, ebenfalls einen Vortrag für uns vorbereitet hatte. In wunderschönem Französisch präsentierte er uns den Inhalt seiner Aufgaben, machte einen kurzen historischen Exkurs über die folgeschwersten Momente der gemeinsamen  deutsch-französischen Geschichte und betonte deutlich die Wichtigkeit der deutsch-französischen Kooperation auf allen politischen und sozialen Ebenen. Sehr interessant war, dass er zuletzt noch einmal auf das zuvor offensichtliche Interesse zum Thema „Islamischer Staat“ und Einsatz in Syrien reagiert hat und unsere gestellten Fragen aus seiner Sicht beantwortet hat. Hierbei wurde auch ziemlich bald deutlich, dass er ein überzeugter Vertreter seines Heimatlandes ist und hinter den Entscheidungen des französischen Präsidenten steht.
Zum Ende des Gesprächs wurden wir von Major Schamhorst noch großzügig mit Informationsheften und kleinen Geschenken versorgt. Danach führte unser Weg nach draußen, um bei sehr unangenehmen Temperaturen das Ehrenmal der Bundeswehr zu begutachten. Dank der umfassenden Erklärung der verschiedenen Symboliken konnte wohl jeder der Gruppe den von dem Münchner Architekten Andreas Meck entworfenen Bau als würdig für die bisher über 3200 gestorbenen Soldaten und Zivilbeschäftigten befinden.
Das Ehrenmal gehört sicherlich zum Höhepunkt eines Besuches im Verteidigungsministerium, zumal seine Bedeutung nicht auf den ersten Blick nachvollziehbar, mit etwas Hintergrundwissen jedoch sehr beeindruckend ist.
Ein solches Programm muss man erstmal verdauen, deswegen wussten wir es auch sehr zu schätzen, dass die Organisatoren unseres Tages so aufmerksam waren, uns vor der Heimfahrt noch in ihrer Mensa zu verköstigen.
Insgesamt ein schöner Abschluss eines doch ziemlich interessanten und lohnenswerten Ausfluges.

An jeder Station gab es einen kleinen Vortrag über die Geschichte des Gebäudes und seine heutige Nutzung. Im Uhrzeigersinn: Schülerinnen und Schüler des LK am Abgeordnetenhaus, am Reichstag, bei der Kaffeepause in der Friedrichstraße, am Schloss Bellevue, am Bundesministerium der Verteidigung.